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Ostern 2021

Im letzten Jahr hatten wir gehofft, dass wir das diesjährige Osterfest wieder wie in all den Jahren vor Corona feiern können. Leider hat uns die Pandemie eines anderen belehrt. Kein Agape Mahl im Gemeindehaus, kein Gottesdienst mit Karfreitagsbrötchen, kein Osterfeuer, kein Osterfrühstück und keine Präsenzgottesdienste an den Feiertagen. Daher hat der Kirchenvorstand beschlossen, Gottesdienste an Ostern live und für zuhause zu gestalten.

Pfarrer Thomas Stephan brachte jeden einzelnen Gottesdienst zu Papier. Sie wurden an den jeweiligen Feiertagen in Boxen vor der Kirche zum Mitnehmen deponiert und auf unserer Homepage allen zur Verfügung gestellt. Am Karfreitagskreuz konnten Besucher Steine als Symbol für das Ablegen ihrer Last und Sorgen legen, und an dem Osterbäumchen war Platz für viele bunte Eier. Rund um die Linde wurden Plakate aufgehängt, die den Osterfestkreis darstellten und symbolisierten. So feierten wir 2021 Ostern in der Hoffnung, dass im nächsten Jahr alles wieder anders wird.

Ostern, ein Fest des Lebens

Pfarrer Stephan lud ein, einen Familiengottesdienst zu Hause zu feiern. Die Liturgie und der Impuls waren kindgemäß aufgeschrieben und durch die angefügten Bilder auch für kleinere Kinder gut zu verstehen.

Der Bogen des Gottesdienstes spannte sich von der Kreuzigung bis zur Auferstehung, dem Morgen, als die Frauen das leere Grab fanden, und seiner Begegnung mit zwei Männern auf dem Weg nach Emmaus. An diesem Abend tröstete Jesus sie, dass er immer zugegen sein wird, auch wenn er nicht sichtbar ist.

 

Die Gottesdienste sind unter „Gottesdienste – Archiv Gottesdienste“ abrufbar

 

 

Worauf bauen wir?

So war der Titel des Weltgebetstages am 5. März. Frauen aus Vanuatu hatten den Gottesdienst geschrieben.

Wegen der Corona-Pandemie gab es statt eines Gottesdienstes einen Nachmittag der „offenen Kirche“. Jede*r Interessierte hatte die Möglichkeit, sich auf vier Stellwänden dem Land und den Frauen von Vanuatu zu nähern:

Das farbenfrohe Titelbild zeigt eine Mutter, die sich schützend über ihr kleines Kind beugt. Bedroht durch den Zyklon Pam, der viele Tote gefordert hat und doch voller Zuversicht.

Der Staat Vanuatu im Pazifischen Ozean besteht aus 83 Inseln mit traumhaften Stränden, bunten Korallenriffen, klaren Wasserfällen und aktiven Vulkanen. Aber es gibt auch noch eine anderen Seite. Vanuatu ist weltweit am stärksten vom Klimawandel bedroht.

Für die Frauen ist Vanuatu alles andere als ein Paradies. Hier herrscht eine traditionelle Rollenverteilung, es gibt eine extrem hohe Gewaltrate innerhalb der Familie und sie haben kaum Mitsprache. Im Parlament sind keine Frauen vertreten.

„Worauf bauen wir?“ greift die diesjährige Liturgie auf. Am Ende der Bergpredigt (Mt 7, 24-27) lesen wir das Gleichnis vom Hausbau. Wir sollen unser Haus auf Fels bauen.
Die Frauen in Vanuatu formulieren Jesu Botschaft für ein verantwortliches Miteinander wie folgt:
Stehen wir auf und gründen unser Zuhause, unsere Nationen und unsere Welt auf die Worte Jesus: „Tut anderen das, was ihr selbst wollt, das man euch tut.“ - Das ist unser Fundament und sicherer Grund.

Ergänzt wurde dies durch einen thematisch gestalteten Altar und verschiedene landestypische Musikinstrumente, mit denen die Besucher exotische Klänge entstehen lassen konnten. Eine Schale mit Sand lud zur Sandmalerei ein.

Die Resonanz auf diese Art des Weltgebetstages war so groß, dass die Kirche am nächsten Tag spontan noch einmal geöffnet wurde.

Trotz allem - Weihnachten fand statt

    Schweren Herzens entschloss sich der Kirchenvorstand eine Woche vor Heiligabend, alle Gottesdienste bis zum 10. Januar abzusagen. Aber Weihnachten wurde nicht abgesagt.
    In einer Box vor der Kirche lagen Umschläge zum Mitnehmen. Darin enthalten war ein Anschreiben des Kirchenvorstandes, zwei Gottesdienste „To Go“ und eine Kerze, die zur Andacht einladen sollten.
    Eine Andacht zur Weihnachtsgeschichte kam von Dekan Volkhard Guth. Er betonte, dass der Freude verkündende Ruf der Engel von damals auch uns gilt. Auch wir dürfen in all der Angst wegen des Virus auf Gottes Engel vertrauen.
    Prädikant Hans-Peter Schäfer hatte den Gottesdienst, den er am ersten Weihnachtstag halten wollte aufgeschrieben. Seine Kernaussage war „ … wenn Gottes Liebe in die Welt kommt, kommt sie nicht mit Macht und Gewalt  -  sie kommt mit der Liebe, die wir anderen zeigen …“

    Im gesamten Dekanat Wetterau läuteten um 19 Uhr die Glocken. Es wurde angeregt, nach dem Läuten das Lied „O du fröhliche“ aus Fenstern und von Balkonen zu singen, bzw zu spielen.
    Heiligabend regnete es. Kirchenvorsteherin Etta Wehrße trotzte dem Wetter und intonierte nach dem letzten Glockenschlag „O du fröhliche“ auf ihrer Trompete. Auch anderswo im Ort wurde gesungen oder auf Instrumenten gespielt.

    Ja, trotz allem  -  Weihnachten fand statt.

 

 

Weihnachtliche Atmosphäre

Grundhöfer

Zusätzlich zum imposanten Weihnachtsbaum wurden diesmal auch die Fenster der Kirche von 16 Uhr bis 22 Uhr beleuchtet und luden zu einem stimmungsvollen Weihnachtsspaziergang rund um die Kirche ein.

Gottesdienst am 3. Advent

Am 13. Dezember 2020 führte uns der Prädikant Matthias Odenweller durch einen sehr festlichen Gottesdienst zum 3. Advent.
Die Adventszeit bedeutet vor allem Warten und Vorbereitung auf den Herrn. Eine Hoffnung auf den Erlöser. Besonders in der aktuellen Zeit der Pandemie kommt dieser Ursprung des christlichen Glaubens zum Tragen. Auch wir warten im Moment auf eine Erlösung und Befreiung. Wann können wir endlich wieder in Freiheit unsere Familien und Freunde treffen?
Doch wir können hoffen! Gott schenkt Erlösung. 

 

 

 

 

 

 

 

Adventskranz vor der Kirche

GR

Feierliches Anzünden der Kerzen an jedem Adventssonntag um 18 Uhr mit Glockenläuten, Trompetensolo, Textlesung und Flötenspiel als Livestream in Facebook und abrufbar auf dem YouTube-Kanal, jeweils von Kirchenvorstandsmitglied René Grundhöfer.

 

 

 

 

 

 

 

Erntedankgottesdienst in der „Grünen Lunge“

Reinhardt
Das Brot zum Erntedankfest wurde von Bäckerei Ulrich gespendet

Am 4. Oktober fand in der „Grünen Lunge“ von Assenheim ein Open Air Gottesdienst statt. Dekan Volkhard Guth gestaltete den Erntedankgottesdienst, musikalisch begleitet wurde er vom Posaunenchor Nieder-Rosbach unter der Leitung von Hilmar Koch.

In seiner Predigt betonte der Dekan: „Jesus lässt die Menschen nicht allein, er verteilt, was Gott für die Menschen als Grundlage zur Verfügung stellt. Wenn wir daran denken, sind wir dankbar für das, was uns zuteil wird.“ Er erinnerte daran, es wäre genug für alle da, wenn die Nahrungsmittel gerecht verteilt würden, wenn nicht in vielen Ländern Raubbau an der Natur betrieben würde, um den Bedarf der Industrieländer an Luxusgütern zu decken.

Und weiter erinnerte er die Gemeinde: „Es ist Gottes Wille, dass wir die Erde bestellen und bewahren.“

 

 

 

 

Abschied von Pfarrerin Rita Mick-Solle

Am 23. August feierte die Gemeinde bei strahlendem Sonnenschein einen Open-Air-Gottesdienst auf dem Platz vor der Kirche.

Den „Sprung von der Kanzel wie ein irischer Troll“ hätte die Pfarrerin am liebsten real umgesetzt und diese Idee zog sich als Leitgedanke durch den Festgottesdienst. Mit viel Mut, die Bibel in der einen Hand, in der anderen einen Krimi und mit Gottvertrauen, wagt sie nun den großen Sprung in ein neues Leben, doch nicht in den wohlverdienten Ruhestand sondern in eine Auslandspfarrstelle nach Ungarn.

Abschied nehmen hieße auch Rechenschaft ziehen, was gelungen und was nicht geraten sei, stellte die Pfarrerin fest. „Abschied heißt loslassen“. Die Bibel sei Anfang und Ende und die Klammer, die alles zusammenhält. Die Pfarrerin appellierte an ihre Gemeinde, dass auch sie springen dürfe, könne und müsse, Herausforderungen und neue Chancen anzunehmen, um von Gott gestärkt zu werden.

Propst Matthias Schmidt dankte Pfarrerin Rita Mick-Solle für ihre Hingabe als Seelsorgerin, für ihren Weitblick und ihr Gespür für Menschen. Im Leitwort der Gemeinde sei deutlich der Pulsschlag der Pfarrerin als Mensch und Teil der Gemeinschaft wahrzunehmen. Er entpflichtete Mick-Solle und segnete sie assistiert von Kirchenchorleiterin Dorothea Grebe, Annegret Rach (Dekanat Wetterau), Kirchenvorsteherinnen Etta Wehrße und Dr. Susanne Wagner.

Dekan Volkhard Guth dankte der Pfarrerin für ihre grandiose Leistung während 32 Dienstjahren im Dekanat Wetterau und für 16 Jahre Mitarbeit im Synodalvorstand.

In der Pause nach dem Gottesdienst zogen Helfer mit bepackten Bollerwagen durch die Reihen, um die Gäste mit Getränken und Snacktüten mit Gebäck zu versorgen – eine originelle Idee, um Abstands- und Hygienevorschriften einzuhalten.

Pfarrerin Mick-Solle bedauerte sehr, dass aufgrund der Schutzmaßnahmen der gemeinsame Gesang vieler ihrer Lieblingslieder nicht stattfinden konnte. Dennoch gab es eine Menge musikalischer Höhepunkte: Die „Honey Twins“ Renate Gantz-Bopp und Gerry Reutzel, die Jugendband „The Grooves“ geleitet von Jan Frische, der Posaunenchor Rosbach geleitet von Hilmar Koch, Martina Pungitore am E-Piano und Heike Berlenbach mit Sopranblockflöte sorgten für schwungvolle Musikeinlagen. Der Kirchenchor unter Leitung von Dorothea Grebe war mit Gesangseinlagen von einer selbst gemachten Musik-CD vertreten. Die Pfarrerin verabschiedete sich mit einem Trompetensolo von ihrer Gemeinde. Sie spielte ihr Lieblingslied: „Möge die Straße uns zusammen führen…“ begleitet von allen musikalisch Mitwirkenden.

Die Homepage der Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde Balaton-Hévíz:
www.evkircheheviz.de

Youtube

Die Andachten und gottesdienstlichen Versammlungen mit Pfarrerin Rita Mick-Solle können im Internet auf Youtube angehört und angesehen werden:

Wählen Sie Youtube.com und geben Sie auf der Youtube-Seite den Namen "Rita Mick-Solle" ein.

Drei Gottesdienste für die Erstklässler

Am 18. August 2020 fand für jede der drei neuen Schulklassen ein ökumenischer Einschulungs-Gottesdienst statt. Bei strahlendem Sonnenschein wurde er unter freiem Himmel vor der Kirche gefeiert. Mit Unterstützung durch Pfarrerin Evelyn Giese und Schwester Mateusza – als Vertretung für den katholischen Pfarrer Kai Wornath – wies Pfarrerin Rita Mick-Solle auf die Bedeutung von Gottes Segen für das große Miteinander in der Schule hin.

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