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Grußwort von Pfarrer Dennis Klose

An(ge)dacht 

Die Bilder der neuen Mondmission haben viele Menschen fasziniert. Menschen brechen auf, verlassen Vertrautes, wagen sich hinaus ins Unbekannte. Als 1969 Neil Armstrong und Buzz Aldrin auf dem Mond landeten – die Älteren unter uns waren vielleicht mit 600 Millionen anderen Menschen live dabei – hatten sie alles im Gepäck, was man zum Entdecken, Aufbrechen und Wagen braucht: ein großes Team, das sie getragen hat, einen klugen Plan, ein Quäntchen Glück, unfassbar viel Mut – und das Abendmahl. 
Buzz Aldrin hatte Brot und Wein in seinen persönlichen Gegenständen mitgenommen. Noch bevor er den Mond betrat, feierte er in der Mondlandefähre das Abendmahl. So waren die ersten Tropfen, die jemals auf dem Mond eingeschenkt wurden, Wein. Und das erste Essen, das dort gegessen wurde: Brot. Für Aldrin war das ein Weg, der Größe dieses Moments Ausdruck zu verleihen. Und Gott Dank zu sagen. 
Fern von allem Vertrauten, fast 400.000 Kilometer von zu Hause entfernt, im kalten Vakuum des Alls. Wie einsam, wie überwältigend, wie unendlich muss sich das angefühlt haben. Und dann ganz vertraute Worte: Das Brot des Lebens – Der Kelch des Heils – Christus für dich. Langsam, schon fast andächtig rinnt der Wein aufgrund der geringen Schwerkraft in den Silberkelch. 
Ein Moment der Stille, nur das Surren der Geräte im Hintergrund. Ein Gebet. Ein Innehalten. Gemeinschaft mit Gott. Gemeinschaft mit der Menschheit. Und erst dann: „… ein großer Schritt für die Menschheit!“ 
Ich weiß nicht welche großen oder kleinen Schritte euer Leben bereithält, welche Abenteuer und Herausforderungen. Aber ich wünsche euch und uns diese Gewissheit: Egal, wo wir sind. Egal, was wir wagen. Egal, woran wir zweifeln. Christus geht mit. 
Brot des Lebens. Kelch des Heils. Für dich.

                                                                                             Ihr Pfarrer Dennis Klose 
 

Pfarrer Dennis Klose