Die Kirchen in unseren Orten wurden in unterschiedlichen Zeiten erbaut und sind jede für sich etwas Besonderes.
Die Gemeindehäuser wurden in neuerer Zeit für die Belange der Gemeinden erbaut.
Altarraum der Assenheimer Kirche
Die Kirche wurde 1782 bis 1785 nach den Plänen des Nauheimer Bauschreibers Joh. Philipp Wörrishöffer erbaut. Vom Baustil her ist sie an den Klassizismus angelehnt.
Der hohe Innenraum mit einer umlaufenden großen Empore zeigt eine protestantische Predigtkirche,
die konsequent als Predigtkirche errichtet wurde und deren gesamte Ausstattung auf die Mittelachse des Raumes ausgerichtet ist, in der Altar, Kanzel und Orgel übereinander stehen.
Die Anordnung und Verteilung der Sitzreihen betont noch die ausgeprägte Stände- und Stuhlordnung in den evangelischen Kirchen des 18. Jahrhunderts. Auf der Empore gegenüber von Kanzel und Orgel befindet sich der Herrschaftsstuhl für die zur Bauzeit in Assenheim residierenden gräflichen Häuser.
Der große Prospekt der Orgel ist aus der Bauzeit, die heutige Orgel wurde 1928 von der Fa. Gebrüder Link aus Giengen an der Brenz eingebaut.
Im Turm läuten drei Glocken, darunter die über 600 Jahre alte "Evangeliumsglocke".
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Gesamtansicht der Bönstädter Kirche mit Gemeindehaus
Die evangelische Kirche in Bönstadt, Erbstädter Str. 2, ist ein Neubau aus dem Jahr 1967, der sowohl Kirche als auch Gemeindehaus vereint. Das Gebäude wurde vom Darmstädter Architekturbüro Flache und Hansen geplant. Aufgrund von Einsturzgefahr musste die alte Kirche bereits 1963 gesperrt werden und wurde 1965 abgerissen. Der Kirchturm der heutigen Bönstädter Kirche greift die Form des früheren Dachreiters auf und prägt das Ortsbild maßgeblich. Die feierliche Einweihung fand am 3. Advent 1967 statt.
Das heutige Kircheninnere besticht durch einen großzügigen, modernen und hellen Raum, der durch die Verwendung von Naturmaterialien wie Holz und Naturstein eine warme und einladende Atmosphäre schafft. Besonders hervorzuheben ist die gute Akustik, die bei Konzerten von Musikerinnen und Musikern sehr geschätzt wird. Die Orgel stammt aus der Orgelwerkstatt Oberlinger und wurde 1969 eingebaut.
Das angrenzende Gemeindehaus verfügt über eine voll ausgestattete Küche sowie zwei große Gemeinderäume, die durch zwei kleinere Nebenräume ergänzt werden. Es dient vor allem als Versammlungsort für die kircheneigenen Gruppen. Soweit Veranstaltungen der Kirchengemeinde nicht behindert werden, wird das Gemeindehaus auch für nichtgemeindliche Veranstaltungen zur Verfügung gestellt. Anfragen dazu richten Sie bitte an das Gemeindebüro.
Ilbenstädter Kirche mit Blick ins Innere
Im Schatten der großen romanischen Basilika steht die kleine Ilbenstädter Kirche.
Ursprünglich ließ Graf Altleiningen-Westerfeld sie im 19. Jahrhundert als Gruftkapelle innerhalb der Klostermauern errichten. Ab 1883 durften die ev. Christen ihre Gottesdienste in der Kapelle feiern.
1925 überließ der Graf sie der ev. Gemeinde mitsamt dem idyllischen Kirchgarten.
Die Kirche misst etwa 11 mal 6 Meter. Der Eingang und die drei Fenster an jeder Seite sind in rotem Sandstein spitzbogig gefasst. Die Eingangstür schmückt ein Säulenpaar aus Sandstein mit einem Spitzgiebel darüber. Der First trägt ein Steinkreuz. Das Dach ist mit Schiefer gedeckt.
Auf vier Sandsteinstufen steigt man zur zweiflügeligen Eingangstür aus Holz mit geschmiedeten Beschlägen hinauf. Ein Mittelgang führt zwischen den in grau und blau gehaltenen Holzbänken (auf jeder Seite 7) zum Altar aus Stein unter einem einfachen Kreuz an der Ostwand. Links in die Ecke fügt sich die halbrunde Kanzel aus Holz. In der Ecke diagonal gegenüber hat die kleine Orgel ihren Platz.
An beiden Wänden ziehen braune Klinkerfliesen mit Namen und Daten von Verstorbenen die Aufmerksamkeit auf sich. Rechts handelt es sich um Angehörige der Grafenfamilie, links werden die Gefallenen beider Weltkriege geehrt.
Die bescheiden ausgestattete Kirche lädt zum andächtigen Verweilen ein.
Die Kaicher Kirche mitten im Dorf
Am 14. April 1737 wurde der Grundstein für die heutige Kaicher Kirche gelegt. Am 2. Oktober 1838 war Richtfest und die feierliche Einweihung fand am 16. November statt. Die Kanzel wurde vom Schreinermeister Johann Conrad Kreß aus Altenstadt 1738 gefertigt. Der Taufstein gehört zu dem ältesten Gut der Kirche; er stammt aus der romanischen Zeit um 1200. Die alte barocke Orgel, die Vorgängerin der heutigen Orgel wurde von dem Orgelbauer Joh. Christian Köhler aus Frankfurt am Main gefertigt und stammte aus dem Jahr 1741. 113 Jahre diente diese Orgel ihrem Zweck. Johann Georg Förster aus Lich ersetzte 1854 die Vorgängerorgel durch die jetzige Orgel. Im Jahr 2008 wurde die Orgel im Rahmen einer Restaurierung durch die Fa. Förster & Nicolaus wieder in ihren Originalzustand von 1854 zurückversetzt.
Ein Förderverein trägt zum Erhalt der historischen Kaicher Kirche bei. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Julia Hahn
Das Assenheimer Gemeindehaus mit Sitz der Verwaltung
Das Gemeindehaus in Assenheim wurde im Jahr 1989 eingeweiht.
Ein großzügiges Foyer empfängt die Besucherinnen und Besucher. Unten befinden sich der Gemeindesaal und dazugehörige Nebenräume.
Das Dach musste 2019 saniert werden. In dem Zusammenhang wurde das Obergeschoss behindertengerecht ausgebaut. Hier befindet sich nun das gemeinsame Gemeindebüro für die Kirchengemeinden Niddatal und Wöllstadt.
Das Gemeindehaus dient vorrangig der Durchführung von Veranstaltungen der Kirchengemeinde durch eigene Gruppen.
Soweit Veranstaltungen der Kirchengemeinde nicht behindert werden, wird das Gemeindehaus auch für nichtgemeindliche Veranstaltungen zur Verfügung gestellt. Anfragen dazu bitte an das Gemeindebüro.
Das Ilbenstädter Gemeindehaus innerhalb historischer Mauern
Das Gemeindehaus wurde im Jahr 1964 feierlich eingeweiht. Nach der Unterstützung amerikanischer Soldaten, die mit Bulldozern den felsigen Erdaushub bewältigten, konnte das Gebäude in Eigenregie errichtet werden. Es verfügt über einen großen Saal, der durch eine Faltwand flexibel in zwei Räume unterteilt werden kann, eine großzügige Küche, die 2004 renoviert wurde, sowie Toiletten im Keller.
Im Jahr 2010 wurde das Gebäude umfassend renoviert: Der Zugang wurde barrierefrei gestaltet, eine Toilette im Erdgeschoss eingerichtet, und WLAN wurde installiert.
Das Gemeindehaus wird hauptsächlich für kirchliche Veranstaltungen genutzt. Bei freien Kapazitäten kann es auch für externe Veranstaltungen genutzt werden – bitte wenden Sie sich bei Interesse an das Gemeindebüro.
Das Kaicher Gemeindehaus-modern und ökologisch
Im Jahr 1996 wurde das Gemeindehaus eingeweiht, welches Privatpersonen und Vereine für Feiern und Zusammenkünfte anmieten können. Jedoch steht es in erster Linie den kircheneigenen Gruppen zur Verfügung.
Für weitere Informationen zur Vermietung wenden Sie sich bitte an:
Heike Jenka
Das Fachwerk-Pfarrhaus ist ein Blickfang am Kirchplatz.
1710 war das Vorgängergebäude so marode, dass es abgerissen werden musste.
Zu der Zeit war das katholische Kloster Ilbenstadt für das evangelische Pfarrhaus zuständig. Es erteilte den Bauauftrag für ein neues Pfarrhaus an den Zimmermann Georg Cuntz aus Ober-Erlenbach.
Noch heute ist das Wappen des Klosters Ilbenstadt über der Haustür des Pfarrhauses zu sehen. Aber natürlich ist das Kloster heute nicht mehr dafür verantwortlich. Historisch bedingt wechselten die Zuständigkeiten im Laufe der Zeit, seit 1979 liegt sie bei der evangelischen Landeskirche von Hessen und Nassau (EKHN).
Damit das Gebäude nach über 300 Jahren noch als Pfarrhaus dienen kann, ist es in der Folgezeit mehrfach gründlichen Wiederherstellungen, Umbauten und Instandsetzungen unterzogen worden.
Der große Garten, eine Garage und ein Nebengebäude befinden sich hinter dem Pfarrhaus. Darin sind eine kleine Küche und ein Lagerraum für die Ausstattung von Festen sowie die Toilette für Kirchenbesucher untergebracht.