Gedeckte Tische empfingen die Besucherinnen und Besucher am 18. März im Gemeindehaus in Assenheim. Für den Nahen Osten Typisches erwartete die Gäste, z.B. Fladenbrot, Hummus, Dattelmus, Feigen, Datteln, Oliven, Weintrauben und Granatäpfel.
Pfarrerin Dr. Yasmin Vetter begrüßte die Anwesenden und freute sich besonders über den Besuch des Religionswissenschaftlers und Theologen Sven Lichtenecker. Er gab Einblicke in die Ernährung der Menschen in den Jahrhunderten des Alten Testaments und der Zeit Jesu.
Abraham und seine Familie lebten noch als Nomaden. Doch im 5. Buch Mose wird eine Verheißung des Mose an die Israeliten beschrieben, die aus Ägypten auszogen: ein Land, in dem Weizen und Gerste wachsen, Weinstöcke, Feigenbäume und Ölbäume gedeihen, und in dem es zudem Honig gibt.
Archäologische Funde sind rar, doch in Tongefäßen lassen sich noch heute Spuren der einst gelagerten Lebensmittel nachweisen. Steinmühlen, mit denen Getreide gemahlen wurde, sind ein weiteres Zeugnis dieser Epoche.
Die biblische Küche war geprägt von regionalen und klimatischen Gegebenheiten. Aber ganz besonders von den religiösen Speisevorschriften, der „Kashrut“. Da schriftliche Rezepte fehlen, bleibt vieles Spekulation. Dennoch lässt sich sagen: Der „Speiseplan“ der Region veränderte sich über die Jahrhunderte hinweg wenig.